Am Samstag 25.10.2025 starteten Esther, Marianne, Alexander, Thomas und Heinz erwartungsvoll auf dem Flughafen Zürich. Die Reise ging Richtung Madrid nach Santiago de Chile. Dort stiessen noch Divonne und Dirk zur Gruppe welche von München über London anreisten. Gemeinsam ging die Flugreise weiter via Puerto Montt nach Balmaceda. Am Flughafen erwartete unser Fahrer Guillermo, der uns in den nächsten 12 Tagen begleitet. Nach einem kleinen Einkaufsstopp für die Zwischenverpflegungen im Bus erreichten wir Coihoique, wo wir unser erstes Hotel bezogen. Nach einem reichhaltigen Nachtessen gönnten wir uns einige Stunden Schlaf nach der langen Anreise.
Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter nach Rio Tranquillo. Eindrückliche Landschaften und Berge prägten die Strecke. Beim Mittagessen konnten wir den Cerro Castillo bestaunen. Nach kurzer Fahrt besichtigten wir nach einem kleinen Fussmarsch die eindrücklichen Handabdrücke an den Felswänden im Paredón de las Manos am Rio Ibáñez.
Ungefähr auf halber Strecke endeten die befestigten Strassen und die Naturstrassen waren unsere treuen Begleiter bis zum Grenzübergang nach Argentinien. In einer sehr schönen und familiären Lodge übernachteten wir in Rio Tranquillo. Am vierten Tag besichtigten wir mit dem Boot die eindrücklichen Marmorkappellen auf der Insel Isla Panickini.
Am Nachmittag ging es mit dem Bus weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Puerto Guadal, wo wir zwei Nächte in der Luna Lodge verbrachten. Am fünften Tag stand das erste Trekking an den Lago Leone auf dem Programm. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit Geländefahrzeugen ging es zu Fuss weiter an den Lago Leone. Am See angekommen wartete ein Boot, welches uns direkt an die Gletscherzunge brachte. Auf einem Felsvorsprung wurden wir mit einem fürstlichen Lunch überrascht. Es gab sogar Rotwein und Whisky on Ice mit frischem Gletschereis. Ein eindrückliches Schauspiel waren auch die etlichen Gletscherabbrüche.
Mit sehr vielen Eindrücken kehrten wir am Abend zu unserer Unterkunft zurück.
Am sechsten Tag ging die Fahrt weiter nach Chile Chico. Unterwegs gab es an der blauen Lagune einen Verpflegungshalt, wo wir die eindrücklichen Platin- und Goldabbaugebiete bestaunen konnten. Im Nationalpark "Cueva de las manos Sector Jeinimen" machten wir ein dreistündiges Trekking über den Parkzuelo-Pass mit sehr eindrücklichen Steinformationen. Nach der Rückfahrt bezogen wir unsere Unterkunft in der sehr familiären "Hosterie de la Patagonia". Als Abendessen wurde uns ein sehr feines einheimisches Eintopfgericht serviert. Der französische Name stammt von den früheren Einwanderern.
Am siebten und achten Tag standen uns zwei Autotage durch die weiten und kargen Landschaften Argentiniens bevor. Nach gut 300 km haben wir unsere Unterkunft in der "Estancia la Angustura" Lodge bezogen und wurden mit einem feinen Assado verköstigt. Die Bilder an den Wänden zeugten noch von den deutschen Auswanderer. Der Ort wird heute für touristische Zwecke genutzt. Auf so langen Strecken ist zu beachten, dass man die Tankuhr nicht vergisst. Denn es gibt auf der langen Strecke nur sehr wenige Tankmöglichkeiten, die entweder keinen Sprit oder keine elektrische Energie hatten. Zum Glück konnten wir auf der Estancia unseren Tank ein bisschen auffüllen. Der nächste Tag führte uns nach El Chalten, wo wir für drei Tage das Hotel Lunajuim bezogen. Es standen drei Trekkings auf dem Programm, die von einem örtlichen Guide begleitet wurden. Beim ersten Trekking fuhren wir zum Rio Eléctrico und wanderten anschliessend durch imposante Fluss- und Waldpartien zu unserem Tagesziel dem Lago de las Tres. Im Schlussaufstieg lernten wir nach den frühlingshaften Temperaturen den Wind kennen, welcher mit Böhen über 100 Km/h über die Krete fegte. Belohnt wurden wir mit eindrücklichen Bildern des Monte Fitz Roy. Zurück führte unser Weg an der Laguna Capri vorbei nach El Chalten.
Am zweiten Tag führte unsere Tour zur Laguna Torre und wieder zurück. Das abwechslungsreiche Trekking durch die Wälder, entlang des Rio Fitz Roy oder Steppenabschnitten mit imposanten Landschaften war beeindruckend. Das Ziel beim dritten Trekking war der 1520 Meter hohe "Loma del Pliegue Tumbado". Da der letzte Abschnitt noch verschneit war, konnte dieser nur mit gutem Schuhwerk bestiegen werden. Die Aussichten auf dem Sattel oder vom Gipfel waren sehr eindrücklich und schön. Die Länge der "Laguna Torre", wo wir am Vortag waren, war in seiner ganzen Ausdehnung und der in den See ragenden Gletscherzunge beeindruckend.
In El Chalten gibt es viele feine Restaurants die den Aufenthalt versüssten. Am zwölften Tag war die Fahrt nach El Calafate angesagt, wo wir das Hotel Kapenke bezogen. Nach den bisherigen Unterkünften viel dieses Hotel deutlich ab. Die Nachforschungen haben ergeben, dass diese Unterkunft noch eine der besseren war in diesem Ort. Der kommende Tagesausflug führte uns mit dem Bus zum "Glacier Perito Moreno". Bei einem Waldspaziergang konnten wir die riesigen Gletschermassen aus diversen Richtungen besichtigen und bekamen auch noch einige Gletscherabbrüche vom 50-70 Meter hohen Gletscher mit.
Am kommenden Morgen war die Abfahrt relativ früh, da ein langer Weg zurück nach Chile vor uns lag. Nach der sehr gründlichen Grenzkontrolle, da die Einfuhr von Lebensmittel, Fleisch, Früchte etc. strengstens verboten sind, verabschiedeten wir uns von unserem Driver Guillermo. Unsere neuen Guides, Anna und Hector und ihrem Busfahrer, brachten uns zum Ausgangspunkt des Trekkings entlang der "Laguna Verde". Auf dem höchsten Punkt "Mirador Lago Toro" durften wir eine fantastische Rundsicht geniessen. Unten an der Strasse wartete der Bus, welcher uns in die eindrückliche und luxuriöse Zeltstadt "Hotel del Paine" brachte.
Von dieser Unterkunft aus starteten unsere drei nächsten Tagestrekkings. Das erste Trekking führte uns mit dem Schiff über den "Lago Pehoe" zur Station "Peine Grande" und anschliessend zu Fuss in das "Valle del Frances", wo wir die imposanten Gletscher des "Cerro Paine Grande" bestaunen konnten. Über den gleichen Weg ging es zurück zur Unterkunft. Das zweite Trekking war kürzer, da der erste Teil die Schiffstour zur imposanten Gletscherzunge am "Lago Grey" und zurück auf dem Programm stand. Zum Abschluss wanderten wir entlang des "Rio Pingo" durch den Nationalpark mit den wilden Kühen. Leider ist uns keine vor die Kamera gelaufen. Das dritte Trekking war das Highlight im "El Paine" Gebiet. Es führte uns von der Eingangsstation zum Nationalpark zum "Lago Torres" und zurück. Am Seeufer bekamen wir die drei imposanten Torre's vor die Linsen. An einem Pfeiler enddeckten wir mit unseren Ferngläsern sogar eine Seilschaft. Auf der chilenischen 1000-Pesos Note sind die drei Pfeiler abgebildet.
Vor der Weiterreise nach "Puerto Natales" machten wir am kommenden Tag ein kleine Wanderung am "Rio Paine" entlang mit der Besichtigung des Wasserfalles und vielen speziellen Blumen. Nach einer kurzen Busfahrt ging es noch in den Nationalpark der Pumas. Auch hier gab es bei den Felsvorsprüngen die imposanten Handabdrücke auf den Felsen zu sehen. Anschliessend stand die Fahrt nach "Puerto Natales" auf dem Programm, wo wir das Hotel "Simple Patagonia" bezogen und uns von Anne, Hector und dem Busfahrer verabschiedeten.
Am nächsten Vormittag flogen wir nach Santiago de Chile, wo wir mit sommerlichen Temperaturen von 24 Grad empfangen wurden. Vorher bewegten wir uns zwischen dem Gefrierpunkt und ca. 15 Grad Celsius. Das feine Abendessen genossen wir in einem Drehrestaurant "Giratorio" im 16. Stock und hatten eine eindrückliche Sicht über einen Teil der Stadt.
Am kommenden Tag schlenderten wir durch die Altstadt und verpflegten uns in einem Restaurant im Fischmarkt, bevor wir die Heimreise via Madrid antraten. Divonne und Dirk verabschiedeten wir, weil sie nach Peru weiterreisten.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für die unvergessliche Patagonienreise.
Hier noch die Auflösung zum Begriff "ohne Patagonienwetter", wir hatten drei Wochen lang keinen Tropf Regen und konnten wunderbare Postkartenbilder schiessen.

