Lullaillaco & Ojos del Salado 31

Skitourenreise Spitzbergen, Ski & Sail in der Arktis

Bericht von Peter 11.5.2026

11.05.2026

Eine Reise in eine andere Welt die für uns alle unvergesslich bleiben wird. Die Natur? Unvorstellbar schön. Über dem Meer ein Spiegelbild von weiss glänzenden Bergen und blauem Himmel. Die Fjorde, die Gletscher, wie aus dem Bilderbuch. Die Ruhe und Weite der Landschaft lassen den Alltag vergessen.

Unser Zuhause:

Die Ocean Sherpa, eine 34.5m langes Segelschiff, ausgerüstet mit einem 265PS starken Dieselmotor, gehört einer holländischen Familie. Garlé der Kapitän und seine Frau sowie die beiden Söhne, verwöhnten uns nach Strich und Faden. Nicht zu vergessen Jerome der Spitzenkoch aus den Philippinen. Er zauberte tagtäglich kulinarische Köstlichkeiten auf den Tisch. Wir fühlten uns alle sehr wohl und gut aufgehoben.

Leben auf dem Schiff:

Die Überfahrt am ersten Tag… sagen wir mal so: Vielen war ziemlich schlecht und sie mussten sich konzentrieren, damit kein Unglück geschieht. Aber glücklicherweise hat sich der Körper schnell an das Schaukeln gewöhnt. Nach einem tollen Frühstück fuhren wir mit dem Zodiac an Land, zum Ausgangspunkt für die Skitour. Wieder zurück auf dem Schiff, wartete eine feine Zwischenmahlzeit auf uns. Meist wurde gleichzeitig der Schiffsmotor gestartet und wir fuhren zu einem neuen Ankerplatz. Obwohl die Chance für die Sichtung von Eisbären sehr gering war, suchten wir mit Feldstechern oft die Küsten nach diesen schönen Tieren ab. Hin und wieder hörte man: «da ist einer». Doch beim genaueren Hinsehen war es eben ein Rentier, welches mit seinen beige-weissen Farben, einem Polarbären ähnlich war. Das Abendessen war jeweils ein kulinarisches Highlight. Interessante Gespräche und Diskussionen über die Erlebnisse des Tages oder über Gott und die Welt, beendeten einen ereignisreichen Tag.

Skitouren:

Die Touren waren technisch eher leicht, ausser im Bereich des Gipfelaufschwungs. Gute Spitzkehren-Technik und sicheres Gehen mit Harscheisen auf hartem bis eisigem Schnee, waren die grössten Herausforderungen. Meist musste zuerst eine gefrorene Schwemmebene überwunden werden.Anschliessend erfolgte der Aufstieg über sanft ansteigende Gletscher oder durch enge Täler, bevor die meist steilere Gipfelflanke überwunden werden musste. Die Aussicht von den Gipfeln war bombastisch. Die Abfahrten bis runter ans Meer, bei erstaunlich guten Schneeverhältnissen, waren einmalig und ein tolles Erlebnis. Für viele war die Skitour auf den 724m hohen Ankerbreen und die anschliessende Abfahrt über den weiten Gletscher, bis runter ans Wasser, wo der Gletscher ins Meer kalbte, die schönste Skitour ever. Die gesamte Szenerie war unglaublich, stimmungsvoll und schlicht überwältigend.

Sightseeing:

Barentsburg ist eine russische Bergarbeitersiedlung am Isfjord. Eine Kohlemine, bunte Häuser, verfallene Gebäude und ein riesiges Hallenbad, prägen das Ortsbild. Ein Besuch in einer Bar, wo wir Wodka und andere russische Köstlichkeiten probierten, durfte auch nicht fehlen. Longyearbyen ist der grösste Ort und das Verwaltungszentrum Spitzbergens. Es ist die nördlichste Stadt der Welt. Emsiges Treiben, viele Touristen, Souvenirshops, Sportgeschäfte und sogar ein Einkaufscenter prägen das Zentrum. Hier genossen wir in einem feinen Restaurant unser letztes Nachtessen auf Spitzbergen

Schlussgedanken:

Die Spitzbergenreise hinterlässt tiefe und unvergessliche Eindrücke. Dies nicht nur wegen der Skitouren, sondern auch wegen der typisch arktischen Landschaft und den Erlebnissen auf dem Schiff. Dazu gehört natürlich auch die tolle Kameradschaft die wir hatten. Die Gruppe war ein Volltreffer. Aufgestellt, lustig, gesprächig und vor allem herrlich unverkrampft. Es hat richtig Spaß gemacht.

Ein grosses Dankeschön geht an unseren Bergführer Niklaus. Du hast uns zuverlässig geführt und betreut. Wir fühlten uns immer sicher! Ganz herzlichen Dank.