Dies war die Überschrift des Programms der heurigen Hoteltourenwoche. Lasst uns in diesem Tourenbericht überprüfen, ob Angekündigtes mit Erlebtem einigermassen oder gar gänzlich übereinstimmen.
Die Woche war erst in Bivio geplant, doch der mangelnde Schnee lässt uns davon absehen. Chlöisu hat dann in kurzer Zeit Touren an neuen Zielorten organisiert – ein erstes Mal ist maximale Flexibilität gefragt, denn die braucht es oft beim Skitourenfahren wie wir alle wissen.
Die Fahrt ins Gebiet rundum den Grossen St. Bernhard verläuft problemlos. Die erste Skitour ist von Mottes aus vorgesehen um bei guten Schnee- und Wetterverhältnissen die Gegend zu erkunden. Diese Idee hatten offenbar auch viele Andere, denn die lange Warteschlange vor dem Sessellift lässt uns umplanen und wir machen uns auf, Richtung Finestra de Serena. Maximale Flexibilität eben.
In Etroubles sind wir in einem schönen Hotel untergebracht. Nach einer leider nur lauwarmen Dusche holen wir uns die Wärme mit einem guten Essen zurück. Dabei begleitet uns ‚Musik in Endlosschlaufe’ wie es unser Musikprofi Peter diplomatisch beschreibt.
Am nächsten Tag erwartet uns eine schöne Rundtour nördlich der Testa di Face.
Es ist warm und wir gewöhnen uns an die Sonne, welche uns die ganze Woche begleiten wird.
Nach langem hadern entschliesst sich Christoph doch zur Abreise zurück in seine geplanten Familienferien. Ob er dort wohl angekommen ist? Es ist nicht immer garantiert, dass man den richtigen Bus erwischt...
Dafür fühlt sich Sibylle endlich wieder etwas besser und freut sich, mit uns auf die nächsten Touren rund um Limone Piemonte im Valle Vermenagna. Dort treffen wir am Dienstagabend ein und beziehen unsere Zimmer im Hotel Edelweiss. Und am südlichsten Ausläufer des Alpenmassivs finden wir Schnee in Massen. Einheimische berichten von Rekordmengen, die Dächer biegen sich unter der weissen Last.
Am Mittwoch besteigen wir von Limonetto aus die Cima Gisolette. Das geht gut, ausser dass wir nach der Tour keine Beiz finden. Ein grosser Verlust, denn bei Einigen führt der Konsum von Lemon Soda bereits zu suchtartigem Verhalten.
Der Donnerstag bringt, wie auf dem Programm ausgeschrieben, einen Höhepunkt der Reise: Die Aussicht von der Cime de Pépin macht uns sprachlos – das Mittelmeer in Sicht!
Wer wieder zu Atem gekommen ist, stimmt mit Umberto Tozzi (ob der auch mal Bretter an den Füssen hatte?) Gente die Mare an. Ein wirklich eindrückliches Erlebnis. Mit der notwendigen Lockerheit kurven wir dann wieder talwärts. Ein Gegenaufstieg bringt uns auf die Cima del Becco hinauf und anschliessend durch das Vallona di Perla zum Ausgangspunkt zurück. Im historischen Teil von Limone Piemonte bestellen wir alle unsere Lieblingsgetränke und setzen uns – die Sonne im Gesicht - für die nachmittägliche Snow-Show zurecht: Heute und morgen werden hier riesige Massen Schnee von den Dächern geschaufelt. Wer die Information verpasst hat, läuft Gefahr, eine wuchtige Erfrischung auf den Kopf zu kriegen. SUVA (oder die italienische Variante) scheint hier nich geläufig. Für die Sicherheit der eigenen Oberstube ist ja eigentlich eh jeder selbst verantwortlich... auf den italienischen Pisten gilt übrigens Helmpflicht.
Auf den Touren von Donnerstag und Freitag bläst uns ein starker, mit Peeling nicht mehr zu vergleichender Wind entgegen. Gemäss den Prognosen kann die Windrichtung nicht exakt voraus gesagt werden. Und das beweisen dann die Böen aus und in alle Richtungen. Dass wir uns vom Wind sanft in luftige Höhen wie den Monte Chiamossera Est herauftragen lassen können ist gänzlich untertrieben. Ein weiterer Blick auf’s Meer macht es trotzdem lohnenswert.
Auf unserer letzten Tour am Freitag steigen wir auf den Monte Vecchia, lassen uns nochmals den mediterranen Wind ins Gesicht blasen und machen uns auf den Heimweg, zurück über den grossen St. Bernhard in die Schweiz. Vorher verköstigen wir uns noch mit einer üppigen italienischen Tavolata und herrlicher Pasta – wie im Programm versprochen.
Die griffbereiten ID’s werden nicht gesichtet, welche Enttäuschung! Dafür queren wir noch die einheimische Fasnacht auf der Passtrasse.
Durch die ganze Woche hindurch, hat uns eine intensive Diskussion über die Einstufung der Tourenschwierigkeit begleitet. Sie fällt neben klaren Kriterien auch etwas subjektiv aus.
Ich erlaube mir, hier eine Bewertung vorzunehmen, welche für Alle während der ganzen Woche gilt:
L = lustig
WS = wahnsinnig schön
ZS = ziemlich speziell
S = super ...und noch ein bis zwei + drauf.
Wir erreichen unsere Heimat mit vielen schönen Erinnerungen, erfüllten Skitourentagen und einem Lächeln im Gepäck.
Das ist richtig und alle versprochenen Highlights des Tourenprogramms stimmen mit Erlebtem überein – tick the box!
Herzlichen Dank allen Beteiligten, insbesondere Chlöisu für die maximal flexible Organisation und Leitung, Sibylle für den Fahrdienst und allen Teilnehmenden für die schöne Gesellschaft.
(Teilnehmende: Rita, Sibylle, Chlöisu, Liliane, Philippe, Peter, Andres, Christoph und Doris)
* Dieser Bericht wurde ohne Chat GPT verfasst ;-)

